Nachricht vom 06.01.09
Die russische Methode
Nokia 5800 XpressMusic im Härtetest
Nicht nur aufgrund der klimatischen Unterschiede ist für den Handybenutzer der Alltag in Russland härter als hierzulande. Entsprechend anders sind die Anforderungen, die dort an ein Mobiltelefon gestellt werden. Auf der russischen Internetseite mobile.mail.ru haben Experten das neue Nokia 5800 XpressMusic schon vor dem offiziellen Verkaufsstart besonderen Härtetests unterzogen.
1.Test: Kälte
Russische Winter können bis zu -45° kalt werden. Da kann die Kältebeständigkeit eines Handys schon ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Zum Test wurde das Handy in ein Gefrierfach bei -20° gelegt. Schon nach kurzer Zeit traten Anzeigefehler auf dem Bildschirm auf und der Touchscreen reagierte nur noch träge. Nach 12 Stunden Dauerfrost musste das Gerät erst einige Zeit in der Hand aufgewärmt werden., bevor es wieder ansprang. Durch die Kälte verlor der voll geladene Akku nur ein Drittel seiner Kapazität, was ein vergleichsweise sehr gutes Ergebnis ist. Touchscreen und Bewegungssensor waren nach dem Kältetest sehr träge und benötigten noch eine längere Aufwärmzeit. Der Test hinterließ keine bleibenden Schäden am Gerät.
2.Test: Sand und Staub
Sand und Staub machen jedem elektronischen Gerät zu schaffen. Im rauhen russischen Alltag kann Staub auch durch die kleinste Öffnung in das Gerät eindringen und zu Funktionsstörungen führen. Beim Nokia 5800 XpressMusic erweist sich hier die neuartige Bauform als Vorteil. Da das Gerät nur sehr wenige Tasten hat, gibt es auch kaum Öffnungen, die es für Feinstaub anfällig machen. Die Einschübe für Speicherkarte und SIM-Karte liegen hinter Klappen, nur die Anschlüsse für Kopfhörer und Ladegerät sind völlig offen. Zum Test wurde das Handy in das Innere eines Staubsaugerbeutels gelegt und der Staubsauger dann in Betrieb genommen. Das Handy überstand den Test ohne größere Probleme und konnte nach einfacher Reinigung mit einem feinen Pinsel wieder benutzt werden.
3.Test: Schläge, Vibrationen, Schwerkraft
Von außen einwirkende Kräfte wie Druck, Fliehkräfte oder Turbulenzen können mechanische Teile leicht beschädigen. Zum Test wurde das Handy in einer Vakuumverpackung in die Waschmaschine gelegt und das Schleuderprogramm gestartet. Selbst der Bewegungssensor, das mechanisch empfindlichste Modul des Nokia 5800 XpressMusic, bestand diesen Test, bei dem es bei 500 Umdrehungen pro Minute außergewöhnlichen Fliehkräften ausgesetzt war, ohne Probleme.
4.Test: Champagner und Wasser
Flüssigkeiten sind eine häufige Todesursache für Handys. Handys, die in Pfützen, Badeseen oder Getränkegläser fallen, sind danach häufig ein Fall für Reparaturfirmen. Zum Test musst das Gerät ein kurzes Bad in einer höchst aggressiven Flüssigkeit, Champagner überstehen. Danach wurde es fachgerecht mit klarem Wasser gewaschen und getrocknet und war wieder betriebsbereit.
5.Test: Fall
Noch häufiger als durch Flüssigkeiten werden Handys durch Fall beschädigt. Niemand wirft ein Handy aus einem Hochhaus, aber einen Fall aus Höhe des Ohrs sollte ein Mobiltelefon schon überstehen. Nach einigen Stürzen aus 1,60 m Höhe auf den Teppichboden des Testlabors zeigten sich keinerlei Kratzer, auch der Bewegungssensor funktionierte problemlos weiter.
6.Test: Druck
Erst der letzte Härtetest beschädigte das Handy wirklich. Nachdem es einen Tritt einer 60 kg schweren Person noch überstanden hatte, fuhren die Tester mit dem Auto darüber, was dem Bildschirm ein jähes Ende bereitete.







